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Pressemitteilung

ÖDP erfolgreich mit Kohlendioxid-Kompensation vor Ort

Auf Initiative von Stadträtin Elke März-Granda (ÖDP) stellen die Stadtwerke Landshut eine ökologisch wertvolle regionale Ausgleichsmaßnahme in der Münchnerau vor

Symbolbild: Flatterulme

Neben weiteren Bäumen ist auch eine Flatter-Ulme zur Aufforstung des Grundstücks in der Münchnerau eingeplant. ( Symbolbild Flatterulme, Quelle: PICRYL, Public Domain, https://t1p.de/hbbrv )

Laut wissenschaftlicher Einschätzung des Recherchenetzwerks Correctiv haben deutschlandweit 116 deutsche von 150 Gasversorgern und kommunalen Stadtwerken, darunter auch die Stadtwerke Landshut, zwischen 2011 und 2024 CO2-Gutschriften aus Klimaschutzprojekten genutzt, deren tatsächliche Emissionsminderung nicht plausibel nachweisbar ist. Diese Gutschriften wurden oft zur Vermarktung von "klimaneutralem" Erdgas eingesetzt, obwohl die ökologische Wirksamkeit der Projekte, wie etwa bestimmte Wasserkraftwerke in Indien, zweifelhaft ist.

Daraufhin stellte die Stadtrats-ÖDP einen Antrag, in dem sie eine „Wärmewende vor Ort statt Investitionen in fragwürdige Projekte im Ausland im Zusammenhang mit den Gastarifen der Stadtwerke“ forderte.

Bei der ersten Behandlung des Antrags im Werksenat im September 2024 wurde zugesichert, nach einer regionalen Marktsondierung im Senat wieder zu berichten.

Im jüngsten Werksenat berichtete die Verwaltung, dass eine „direkte, messbare und zertifizierungsfähige Kompensation“ des anfallenden CO2-Anteils aus dem Gasverbrauch vor Ort mangels geeigneter Projekte und Maßnahmen nicht möglich sei.

Alternativ stellte der Vertriebsleiter der Stadtwerke, Mathias Hösl, eine Maßnahme vor, die nach Auffassung der Stadtwerke eine „durchführbare und sinnvolle Lösung“ darstelle: Mit dem Kauf eines Grundstücks in der Münchnerau nebst Pacht des benachbarten Grundstücks könne eine ökologisch wertvolle regionale Maßnahme innerhalb des Trinkwasserschutzgebietes der Stadtwerke umgesetzt werden. Die Maßnahme soll aus dem Budget des Ökogas-Produkts der Stadtwerke finanziert werden. Auf dem Grundstück, auf dem bisher konventionelle Landwirtschaft betrieben wurde, soll nun durch Aufforstung unterschiedlicher Gehölze ein artenreiches Grünland entstehen. Das Projekt sei eine große Bereicherung für die Flora und vor allem die Fauna, steigere die Biodiversität und trägt zur Wiederherstellung und Revitalisierung natürlicher Lebensräume bei. Eine CO2-Ersparnis resultiere allein schon wegen der geplanten Umstellung der konventionellen Bewirtschaftung auf Bio. Die beauftragte Firma „Grün + Gut“ habe bereits mit der Neubepflanzung des Grundstücks begonnen, so Hösl. ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda als Antragstellerin lobte die Stadtwerke für diesen großartigen Beitrag zum Arten- und Wasserschutz. „Damit können die Stadtwerke nun direkt in Landshut eine Maßnahme zur CO2-Einsparung vorzeigen“, so die Stadträtin. Sie hoffe, das Projekt bleibe keine Eintagsfliege. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Stadtwerke wollen, wo immer möglich, weitere derartige Projekte umsetzen.

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